DVB Soft – Digital Video Broadcasting

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DVB-H

Digital Video Broadcasting – Handhelds

Mit DVB-H soll die Möglichkeit bestehen mit kleinen und/oder mobilen Geräten digitale Radio- und Fernsehprogramme zu empfangen.
Im Juli 2007 hat sich die europäische Kommission für die Einführung von DVB-H ausgesprochen und aktiv die Verbreitung unterstützt, indem sie im März 2008 DVB-H in das EU-Verzeichnis der Normen und Spezifikation aufgenommen hat. Dieses soll den Verbraucher bei der Entscheidung als Hilfe gelten und die Festlegung auf eine Norm des Mobilfernsehens fördern.

Mit dem Ausbau des kommerziellen Netzes wurde in Deutschland im Frühjahr 2008 begonnen. Im Juni des gleichen Jahres startete ein Testbetrieb in Hamburg, München und Wendelstein, Frankfurt am Main und Hannover.

Insgesamt wurden während dieser Testphase neun Fernseh- und drei Radiosender ausgestrahlt. Dabei wurden DasErste, ZDF und der Fernsehsender Deutschland24 sowie die Radiosender bigMUSIC, Myfun Radio und 90elf unverschlüsselt zur Verfügung gestellt. RTL, VOX, Sat.1, Prosieben, n-tv und N24 waren nur verschlüsselt zu empfangen.

Der Testbetrieb sollte Aufschluss über die Sende- und Empfangstechnikgeben, sowie die Wirksamkeit der Verschlüsselung aufzeigen.
Bereits im Juli 2008 zeichnete sich jedoch die Einstellung des DVB-H Betriebes ein. Nachdem es Probleme mit den Lizenzen gab und zusätzlich DVB-T-Mobiltelefone auf den Markt gebracht wurden. Seither ist die weitere Zukunft der DVB-H-Technologie in Deutschland ungewiss.

In Italien konnte sich DVB-H bereits 2006 erfolgreich etabliert hat und auch in den Niederlanden besteht seit 2008 ein Angebot. Laut eigenen Angaben des italienischen Mobilfunkanbieters 3 besaßen Ende 2007 750.000 Menschen die Möglichkeit über DVB-H Fernsehübertragungen zu empfangen. In der Schweiz und Österreich wurde es angeboten, aufgrund von mangelnder Kundenanzahl wurden diese Angebote aber 2010 wieder vom Markt genommen.

Als Alternative zum DVB-H werden teilweise Übertragungen via UMTS angeboten. Dabei ist das Handy-TV auf der Transportstromebene kompatibel zu DVB-T, d. h. dass sich beide Systeme einen Kanal teilen und somit empfangen können.

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